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L´Abbé Prévost

L´Abbé Prévost

Pas de Calais 1697 -
Chantilly 1763


Der französische Schriftsteller L'Abbé Prévost, eigentlich Antoine-François Prévost, wird am 1. April 1697 als zweiter Sohn eines Richters aus reichem Bürgertumsverhältnissen in Hesdin, Pas-de-Calais geboren. Mit 14 Jahren verliert er seine Mutter und seine jüngere Schwester. 1712 verschlechtert sich die Beziehung zu seinem Vater und er bricht vorzeitig seine Studien auf dem heimischen Jesuitenkolleg ab. Als Soldat zieht Prévost in den Spanischen Erbfolgekrieg und verlässt das Militär erst kurz vor dessen Ende im Jahr 1713.
Anschließend besucht er das Pariser Collège d'Harcourt sein letztes Schuljahr und wird Novize im Jesuitenorden. Ab 1718 dient er als Offiziersaspirant, nimmt am französisch-spanischen Krieg teil, desertiert 1718 und entscheidet sich 1720 für die Flucht in den Benediktinerorden. Dort legt er 1721 sein Gelübde ab und lebt fortfolgend in unterschiedlichen jedoch überwiegend jansenistisch ausgerichteten Klöstern.
L'Abbé Prévost studiert nun Theologie wird zum Priester ordiniert und hält Predigten ab. Man schickt ihn 1727 in das Pariser Kloster Saint-Germain-des-Prés, dort arbeitet er an dem mehrbändigen historiographischen Gemeinschaftswerk; "Gallia christiana" der Benediktiner mit.
In dieser Zeit schreibt L'Abbé Prévost dem Roman "Mémoires et Aventures d'un homme de qualité qui s'est retiré du monde", dessen erste beiden Bände im Jahr 1728 veröffentlicht werden.
Prévost überwirft sich mit seinem Abt, verlässt heimlich das Pariser Kloster und widmet sich in einem Versteck weiterhin dem Schreiben. Mit den Erlösen der Bücher III und IV der "Mémoires" flüchtet er vor dem königlichen Haftbefehl über Holland und London, den der Abt wegen seines unerlaubten Entfernens vom Kloster gegen Prévost verhängen lässt.
In London arbeitet Prévost als Hauslehrer und konvertiert zum Anglikanismus. Anschließend in Holland veröffentlicht er die Bücher V und VI der "Mémoires" und den Band VII "L'Histoire du chevalier des Grieux et de Manon Lescaut". Desweiteren publiziert Prévost 1731 in Utrecht vier Bände des Romans; "Histoire de Cleveland, fils naturel de Cromwell", 1733 die Memoiren des "Anti-Richelieu-Verschwörers Fran François de Thou". In London schreibt er an seiner Zeitschrift "Le Pour et le Contre", die in Paris erscheint.

Ein Jahr später kommt er kurzzeitig wegen Wechselbetrugs ins Gefängnis und wird ausgewiesen. Wieder in Frankreich in einem Versteck lebend, nimmt L'Abbé Prévost Kontakt mit dem Benediktinerorden auf und erhält vom Papst Vergebung für seine Apostasie. Er bekommt 1735 die Erlaubnis für ein verkürztes zweites Noviziat.
Der Orden ist mit der Einhaltung seines frommen Scheins einverstanden und Prévost kann sich dem Schreiben widmen. So entsteht 1735 der Roman "Le Doyen de Killérine" und wird nach seinem Noviziat in Paris beim Fürsten de Conti Privatpfarrer und schreibt dort im Jahr 1737 bis 1738 die letzten Bände des "Cleveland".
Nach 1740 widmet sich Prévost dem Schreiben und Übersetzen von romanähnlich historischen Sachbüchern, Biografien und Reiseberichten.
1753 veröffentlicht Prévost eine leicht überarbeitete und moralisierte Fassung von "Manon Lescaut", die heute als sein Meisterwerk gilt. Bis zu seinem Tode schreibt L'Abbé Prévost noch zahlreiche Werke, am 23.
November 1763 stirbt er in Courteuil bei der französischen Kleinstadt Chantilly im Department Oise.

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